Pilotprojekt Witzelsdorf - Uferrückbau und Buhnenoptimierung
Natürliches Donauufer in weiterem Nationalpark-Abschnitt
(Orth/Donau, 29.11.2007) Der Winter wird für einen neuen Meilenstein in der Renaturierung genutzt: der Uferrückbau Witzelsdorf im Nationalpark Donau-Auen wird von der via donau, Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH realisiert.
Der Stromabschnitt bei Witzelsdorf zählt zu den am stärksten verbauten an der gesamten Donau. Neben dem harten Blockwurf zur Ufersicherung drängen sich ein Längsbauwerk (Leitwerk) und acht Querbauwerke (Buhnen) zur Flussregulierung auf nicht einmal 2 Kilometern Uferlänge. Doch dieser nicht strömungsexponierte Abschnitt bietet gute Voraussetzungen für den Rückbau mit Neugestaltung der Buhnen und somit eine umfassende Verbesserung der ökologischen Situation. Nach dem erfolgreichen Uferrückbau gegenüber von Hainburg wird einem weiteren Nationalpark-Abschnitt ein natürliches Donauufer zurück gegeben.
Seit Frühling liegen alle erforderlichen behördlichen Bewilligungen für den Uferrückbau vor. Nach erfolgter Ausschreibung wurden bereits Ende Oktober einige Vorarbeiten geleistet. Nunmehr wurde seitens via donau mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen:
Uferrückbau auf fast 2 Kilometern Länge (Stromkilometer 1893,4 bis 1891,7) bei Erhaltung der Ufersicherung bis auf knapp über Regulierungsniederwasser (RNW) im stärker angeströmten Bereich; Abtragen von acht alten Buhnen und Felderprobung neuartiger Buhnenformen; Absenkung des vorhandenen Leitwerks auf 0,5 Meter über RNW. Zugleich soll das innovative Projekt auch dem Sammeln von Erfahrungen für den ökologisch orientierten Wasserbau dienen.
Insgesamt werden bei Witzelsdorf voraussichtlich 30.800 m³ Wasserbausteine entfernt werden! Die vier neuen Buhnen werden in Strömungsrichtung geneigt, dadurch sollen Anlandungen im Buhnenfeld reduziert und Uferanbrüche verstärkt werden. Die neuen Buhnenköpfe laufen flach aus, um die Bildung von Kolken zu reduzieren. Die Buhnenwurzel am Flussufer wird derart abgesenkt, dass sie selbst bei Niederwasser überströmt wird. Jungfische, kiesbrütende Vögel
und Pionierpflanzen finden in der natürlichen Uferlandschaft wieder Lebensräume.
Das Pilotprojekt Uferrückbau Witzelsdorf im Nationalpark Donau-Auen wird vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) sowie aus dem Haushalt der Transeuropäischen Verkehrsnetze der Europäischen Union finanziert.
Information:
via donau, Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH
Tel: +43 (0)50 4321 1000, office@via-donau.org
www.via-donau.org
Nationalpark Donau-Auen GmbH
Tel. +43 (0) 2212 3450, nationalpark@donauauen.at
www.donauauen.at
![]() Roland |
![]() via donau |
Fotos: Roland; via donau
Die Veröffentlichung ist unter Nennung des Fotografen und in Zusammenhang mit Berichten über den Nationalpark Donau-Auen honorarfrei.
Downloads
DA_Pilotprojekt_Witzelsdorf.pdf (PDF 103,59 kB )
DA_Flussregenpfeifer_ Roland.jpg (JPG 1082,59 kB )
DA_Leitwerk_viadonau.jpg (JPG 133,93 kB )
29.11.2007,



