NP Hohe Tauern: Erlebnis + Wissen = Handlungsbewusstsein
Eberle: Nationalpark Umweltbildung unter den Top-Bildungsangeboten
(Mittersill, 23. 11. 2007) Vom 22.-24. November steht das Messezentrum Salzburg ganz im Zeichen der Bildung. Neben der BIM ist heuer auch die Interpädagogika zu Gast, Österreichs größte Fachmesse für Lehrmittel, Schulausstattung und vieles mehr um die Themen Pädagogik und Bildung. Jedes Jahr ist eine andere Landeshauptstadt Gastgeber für tausende PädagogInnen aus dem gesamten deutschsprachigem Raum.
„Der Nationalpark Hohe Tauern nimmt die Umweltbildung, die in jedem international anerkannten Nationalpark zu den Kernaufgaben zählt, sehr ernst“, erklärt Landesrätin Doraja Eberle. „Deshalb ist es selbstverständlich, dass wir uns gerade hier im Kreise der PädagogInnen und Bildungsverantwortlichen präsentieren und zur Nutzung der vielfältigen und qualitätsvollen Bildungsangebote im Nationalpark einladen“.
Am Messestand der Nationalparkverwaltung werden alle Angebote der Umweltbildung fachkundig durch Ranger durch MitarbeiterInnen jedem Interessierten ausführlich erläutert, in einem eigenen Fachvortrag, heute Freitag, stellte Nationalparkdirektor DI Wolfgang Urban das gesamte Umweltbildungskonzept des Nationalparks Hohe Tauern vor.
‚Erlebnis+Wissen=Handlungsbewusstsein“ - auf dieser einfachen, aber bereits mehrfach evaluierten Formel der Umweltpädagogik basiert auch die gesamte Nationalpark Umweltbildung, so Nationalparkdirektor Urban. Handlungsbewusstsein bzw Umweltbewusstsein zu erzeugen, das sei letztlich das Ziel der Umweltbildung jedes Nationalparks. Im Gegensatz zu den meisten schulischen Bildungseinrichtungen, besteht in außerschulischen Einrichtungen die Chance, Abenteuer und Erlebnis mit der reinen Wissensvermittlung zu kombinieren. Drei Säulen tragen letztlich die Umweltbildung im Nationalpark:
1. sowohl fachlich als auch didaktisch gut ausgebildetes Personal
2. pädagogisch wertvolle Umweltbildungsprogramme
3. Umweltbildungseinrichtungen
Mit den Nationalparkrangern, die in einem dreijährigen Programm an der Nationalparkakademie ausgebildet werden, steht der Nationalparkverwaltung Personal zur Verfügung, das sowohl bei den LehrerInnen als auch bei den SchülerInnen Anerkennung findet. Als ein Beispiel für ein erfolgreiches Umweltbildungsprogramm ist die „Wasserschule“ zu nennen, die mittlerweile – aufbauend auf der Entwicklung und dem know-how aus den Hohen Tauern – ihre internationale Umsetzung in China und Indien findet. Bei den Umweltbildungseinrichtungen ist neben den etablierten wie dem Haus des Wassers in St.Jakob i.D. (Osttirol), dem Bios in Mallnitz (Kärnten) und der Nationalparkwerkstatt in Hollersbach mit Anfang dieses Schuljahres auch das Nationalparkzentrum in Mittersill neu hervor zu heben.
Im Nationalparkzentrum in Mittersill können wir mit den Nationalparkwelten und den geführten Touren durch diese aber nicht nur eine Erlebnisausstellung anbieten, sondern mit dem Nationalpark ScienceCenter als spezielle Bildungseinrichtung für Schulen in der Umweltbildung ganz neue Akzente setzen, ist Eberle überzeugt.
Zwei "Nationalpark-Labors" für junge und jung gebliebene "Nationalpark Forscher" stehen zur Verfügung. Inhaltlich geht es um das "Überleben im Hochgebirge", die "Mikrowelt des Nationalparks", das "Tauernfenster", die "Reise in die Arktis" und ganz aktuell um das Thema "Wetter, Klima und Klimawandel". Urban berichtet, dass für letzteren Schwerpunkt sogar eine voll funktionsfähige und dem Stand der Technik entsprechende Wetterstation im Außenbereich des Nationalparkzentrums errichtet wurde, „inklusive einer online Verbindung mit dem Sonnblick Observatorium und einer Wetterstation auf Spitzbergen". Darüber hinaus kann der Treibhauseffekt experimentell nachgewiesen werden, die Entstehung des Föhns, und vieles mehr.
Bereits zahlreiche Schulen aus Nah und Fern haben ihr Interesse bekundet. Von der Leitertagung der Pinzgauer Pflichtschulen bis zu einer Österreich weiten LehererInnenfortbildung bis zu einigen hundert SchülerInnen, bisher waren nur Begeisterung und Anerkennung zu vernehmen, freut sich Eberle über den anhaltenden Zuspruch zur Nationalpark Umweltbildung.
Information und Anmeldung in der Nationalparkverwaltung Hohe Tauern Salzburg im Nationalparkzentrum Mittersill täglich von 08:00 bis 12:00 unter: 06562 40 849 – 33.
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| v.l.n.r.: Nationalparkranger Herbert Schmuck, Linda Altenberger (Ferienregion), Landesrätin Doraja Eberle und NP-.Dir. Wolfgang Urban |
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26.11.2007,


